Gasheizung plus Holzkessel ersetzt durch eine Ovum AC 312 P mit Photovoltaik. Nach 7 Monaten: 95 % Wärmeautarkie, 328 kWh Netzstrom.
Das Haus in Aulendorf wurde vorher mit zwei Systemen beheizt: eine Gasheizung für den Alltag und ein Holzkessel für die kalten Wochen. Zusammen kamen rund 17.000 kWh Gas im Jahr zusammen, dazu das Holz. Zwei Wärmeerzeuger, zwei Wartungen, zwei Schornsteinfegertermine und ein Keller voller Technik.
Beim Umbau haben wir beides ausgebaut und durch eine Ovum AC 312 P ersetzt, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit dem natürlichen Kältemittel R290. Der Pufferspeicher wurde durch einen 500-Liter-Cube-Speicher ersetzt. Die Außeneinheit steht auf zwei Betonsockeln im Kiesbett an der Grundstücksgrenze, mit kurzen Leitungswegen in den Keller. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage, die den Wärmepumpenstrom liefert, wenn die Sonne scheint.
Die Anlage ging Ende März 2026 in Betrieb. Die Zahlen unten stammen aus der Ovum-Auswertung, nicht aus einer Schätzung. Wichtig beim Lesen: Der Messzeitraum liegt zwischen März und Oktober, also fast ohne Heizbetrieb. Fast die Hälfte der Wärme war Warmwasser, und Warmwasser mit 55 °C hat einen schlechteren Wirkungsgrad als Heizen mit 35 °C Vorlauf. Deshalb liegt die Arbeitszahl im Messzeitraum bei 3,9 und nicht bei 5. Über ein ganzes Jahr mit normalem Verhältnis von 85 % Heizen und 15 % Warmwasser erwarten wir rund 5,0. Nach dem ersten Winter ersetzen wir die Hochrechnung durch den gemessenen Wert.
Das Ergebnis, das für den Kunden zählt: In sieben Monaten hat die Anlage 328 kWh Strom aus dem Netz gebraucht. Alles andere kam vom Dach oder aus der Luft. Statt Gasrechnung und Holzstapel gibt es eine Stromrechnung, die zum Großteil die eigene Photovoltaik bezahlt.
| Vorher: 17.000 kWh Gas × 0,12 €/kWh + 150 € Grundpreis | 2.190 €, Holz nicht mitgerechnet |
| Wärmebedarf im Jahr (17.000 kWh Gas × 88 % Kesselnutzungsgrad) | rund 15.000 kWh |
| Strombedarf bei erwarteter Jahresarbeitszahl 5,0 | rund 3.000 kWh |
| Davon voraussichtlich eigene Photovoltaik (Sommer gemessen 82 %, übers Jahr angenommen) | rund 50 %, 1.500 kWh |
| Netzstrom 1.500 kWh × 0,28 €/kWh | 420 € |
| Erwartete Ersparnis pro Jahr | rund 1.770 € plus das Holz |
Nur Energiekosten pro Jahr, ohne Wartung und Schornsteinfeger. Preise: Heizöl 1,10 €/l, Gas 0,12 €/kWh (beim Sechsfamilienhaus in Ravensburg der tatsächliche Preis aus dem Sanierungsfahrplan), Wärmepumpenstrom 0,28 €/kWh. Eigener Photovoltaikstrom ist mit 0 € angesetzt. „Hochgerechnet“ heißt: Die Anlage läuft noch kein volles Jahr, Wärmebedarf und Arbeitszahl sind aus den bisherigen Messwerten und dem früheren Verbrauch abgeleitet. Nach dem ersten vollen Jahr ersetzen wir die Hochrechnung durch die Messung.
| Wärme geliefert | 7.200 kWh (3.700 Heizen, 3.500 Warmwasser) |
| Davon aus der Umgebungsluft | 5.400 kWh |
| Strombedarf | 1.828 kWh |
| Davon eigene Photovoltaik | 1.500 kWh (82 %) |
| Aus dem Netz | 328 kWh |
| Wärmeautarkie | 95 % |
| Arbeitszahl im Messzeitraum | 3,9 bei fast 50 % Warmwasseranteil |
| Hochrechnung aufs Jahr | rund 5,0 (85 % Heizen, 15 % Warmwasser) |
| Momentaufnahme 01.11.2026 | 9 °C außen, 35 °C Vorlauf, 3,5 kW, COP 9,1 |
Quelle: Auswertung der Ovum-Anlagensteuerung, ausgelesen am 01.11.2026. Kein Prospektwert. Die Anlage wird weiter beobachtet, die Zahlen werden nach dem Winter aktualisiert.