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Dreifamilienhaus von 1965 in Grünkraut: Öl raus, Ovum AC 417 P rein, alle Heizkörper bleiben

Holzständerhaus von 1965, 310 m², drei Wohnungen, vorher Öl. Jahresarbeitszahl 4,3 mit den alten Heizkörpern.

Ovum Wärmepumpe AC 417 P neben einem Gartenhaus in Grünkraut

Das Haus und die Anlage

Haus
Dreifamilienhaus, Baujahr 1965, Holzständerbauweise, 310 m² in 3 Wohneinheiten
Vorher
Weishaupt Öl-Brennwertkessel 23 kW (2006), rund 2.560 Liter Öl im Jahr, Warmwasser über Weishaupt Warmwasser-Wärmepumpe
Jetzt
Ovum AC 417 P, 500-Liter-Juratherm-Schichtspeicher, Photovoltaik 6,1 kWp mit Stromspeicher
Heizflächen
Alle Heizkörper geblieben, keiner getauscht, hydraulischer Abgleich
Dämmung
Fassade 10 bis 20 cm Glaswolle hinterlüftet (2011 bis 2017), Dach 20 cm Holzfaser (2011), Fenster 2006 bis 2022
Einbau
Juni 2025

Das ist die Referenz, die wir beim Heizabend zeigen, wenn jemand sagt, im Altbau gehe keine Wärmepumpe. Ein Dreifamilienhaus von 1965 in Holzständerbauweise, 310 Quadratmeter Wohnfläche in drei Wohnungen, und im ganzen Haus nur Heizkörper. Vorher stand ein Weishaupt Öl-Brennwertkessel mit 23 kW im Keller, Baujahr 2006, mit rund 2.560 Litern Öl im Jahr. Das Warmwasser machte seit 2020 eine separate Warmwasser-Wärmepumpe.

Das Haus war kein ungedämmter Altbau mehr. Die Eigentümer hatten über Jahre nachgerüstet: Fassade mit 10 bis 20 cm Glaswolle hinterlüftet zwischen 2011 und 2017, Dach mit 20 cm Holzfaser 2011, Fenster nach und nach zwischen 2006 und 2022. Das ist der typische Fall in der Region: Haus aus den 60ern, über die Jahrzehnte verbessert, Heizkörper aus der Zeit der letzten Sanierung.

Entscheidend war die Heizlastberechnung Raum für Raum. Sie hat gezeigt, dass die vorhandenen Heizkörper bei abgesenkter Vorlauftemperatur ausreichen. Kein einziger Heizkörper wurde getauscht. Stattdessen haben wir einen hydraulischen Abgleich gemacht, damit jeder Heizkörper die Wassermenge bekommt, die er braucht. Eingebaut wurde eine Ovum AC 417 P mit einem 500-Liter-Juratherm-Schichtspeicher. Dazu kam eine Photovoltaikanlage mit 6,1 kWp und Stromspeicher.

Die Anlage läuft seit Juni 2025 und hat damit einen kompletten Winter hinter sich. Ergebnis: 36.000 kWh Wärme im Jahr aus 8.300 kWh Strom, das ist eine Jahresarbeitszahl von 4,3. 2.700 kWh des Stroms kamen vom eigenen Dach. Zum Vergleich: 2.560 Liter Öl entsprechen etwa 25.600 kWh Brennstoff, dazu kam der Strom der alten Warmwasser-Wärmepumpe. Drei Wohnungen, Heizkörper von früher, Arbeitszahl über 4. Das geht, wenn vorher gerechnet wird.

Heizkosten: vorher und jetzt (gemessen)

Vorher mit Öl2.820 €
→
Jetzt mit Wärmepumpe1.570 €
PV-Anteil am Wärmepumpenstrom33 % (gemessen)
Vorher: 2.560 Liter Öl × 1,10 €/l2.816 €, Strom der alten Warmwasser-Wärmepumpe nicht mitgerechnet
Jetzt: 8.300 kWh Strom gemessen, davon 2.700 kWh eigene Photovoltaik5.600 kWh aus dem Netz
Netzstrom 5.600 kWh × 0,28 €/kWh1.568 €
Ersparnis pro Jahr, gemessenrund 1.250 €

Nur Energiekosten pro Jahr, ohne Wartung und Schornsteinfeger. Preise: Heizöl 1,10 €/l, Gas 0,12 €/kWh (beim Sechsfamilienhaus in Ravensburg der tatsächliche Preis aus dem Sanierungsfahrplan), Wärmepumpenstrom 0,28 €/kWh. Eigener Photovoltaikstrom ist mit 0 € angesetzt. „Hochgerechnet“ heißt: Die Anlage läuft noch kein volles Jahr, Wärmebedarf und Arbeitszahl sind aus den bisherigen Messwerten und dem früheren Verbrauch abgeleitet. Nach dem ersten vollen Jahr ersetzen wir die Hochrechnung durch die Messung.

Messwerte aus der Anlage

Wärme im Jahr36.000 kWh
Strombedarf im Jahr8.300 kWh
Jahresarbeitszahl4,3
Davon eigene Photovoltaik2.700 kWh

Quelle: Auswertung der Ovum-Anlagensteuerung, ausgelesen am 01.11.2026. Kein Prospektwert. Die Anlage wird weiter beobachtet, die Zahlen werden nach dem Winter aktualisiert.

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